Ein alter Dielenbretterfund aus einem abgerissenen Tanzsaal zeigte Kerben von Absatzspuren und eingelassene Kreidestriche alter Bühnenmarkierungen. Statt alles zu schleifen, rahmten wir Spuren bewusst ein. Besucher lesen sie wie Kapitel, fühlen Zeit mit den Füßen und erzählen uns eigene Erinnerungen an knarrende Böden.
Basaltpflaster vom alten Hafenkai wurde zur Verkleidung einer Kücheninsel. Salzkristalle schimmerten zwischen Poren, winzige Muschelreste blieben sichtbar. Die Kühle des Steins erdet hektische Morgenrituale, während ein eingelassener Hinweis auf den Kai neugierige Fragen auslöst und Gespräche über Verantwortung, Transportwege und maritime Arbeit anstößt.
Eine Dorfgemeinschaft webte aus Restgarnen Läufer für einen Flur. Jedes Stück trägt Initialen der Weberinnen auf der Saumkante. Wer barfuß darübergeht, spürt leichte Unregelmäßigkeiten, die an Stimmen erinnern. Gäste scannen einen kleinen Code, hören Kurzgeschichten und schreiben anschließend eigene Notizen in ein ausliegendes Heft.
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